Vegetarische Menülinie - DGE stellt Kriterien vor

Die Gemeinschaftsverpflegung bietet für alle Altersgruppen eine gute Möglichkeit, durch ein ausgewogenes vollwertiges Angebot an Speisen und Getränken primärpräventive Maßnahmen in die Praxis umzusetzen. Damit dies gelingen kann, hat die DGE im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sieben DGE-Qualitätsstandards für Kitas, Schulen und Betriebe, Krankenhäuser, Rehakliniken, stationäre Senioreneinrichtungen sowie für „Essen auf Rädern“ veröffentlicht.

Die Öffnet internen Link im aktuellen FensterKriterien für die ovo-lacto-vegetarische Menülinie ergänzen diese. Basis sind die Anforderungen an die Lebensmittelqualitäten und -häufigkeiten aus den DGE-Qualitätsstandards. Der Fokus liegt auf den notwendigen Veränderungen bei einer vegetarischen Menülinie.
In einer ovo-lacto-vegetarischen Ernährung wird auf Fleisch, Fleischprodukte und Fisch verzichtet - Lebensmittel, die neben Protein auch Omega-3-Fettsäuren und Jod enthalten. Einen adäquaten Gehalt an Proteinen im Verpflegungsangebot sichern Hülsenfrüchte und Getreide in Kombination mit Milch und Milchprodukten sowie Hühnereiern. Der Einsatz von industriell hergestellten Fleischersatzprodukten wie Sojaschnitzel oder Tofuwürstchen ist aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht notwendig. Eine abwechslungsreiche ovo-lacto-vegetarische Menülinie kann auf vielfältige, selbst zubereitete Fleischalternativen wie Linsenbolognese, Falafel, Kichererbsencurry, Getreidebratlinge oder auch Hirseauflauf zurückgreifen. Jodsalz sowie mit Jodsalz zubereitete Produkte wie Brot tragen zur Versorgung mit Jod bei.
Einrichtungen oder Caterer, die eine ovo-lacto-vegetarische Menülinie planen, erhalten mit der aktuellen DGE-Veröffentlichung Empfehlungen und Tipps, wie sie ein entsprechendes Angebot ausgewogen und abwechslungsreich gestalten können. Es besteht ab sofort auch die Möglichkeit, eine vegetarische Menülinie zertifizieren zu lassen.

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