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Telefonische Befragung zu den Speiseplänen

49 Schulen (20 Grundschulen, 7 Gemeinschaftsschulen, 9 Gymnasien, 5 Grund- und Gemeinschaftsschulen und eine Regionalschule) nahmen das Angebot wahr, die Speisepläne auf Basis des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung überprüfen zu lassen. Diese Schulen erhielten neben der Analyse der eingesandten Speisepläne eine Checkliste und Verbesserungsvorschläge. Die Auswertung der 40 Speisepläne ergab, dass das Angebot den Ergebnissen zufolge nicht in allen Punkten dem DGE-Qualitätsstandard entspricht.

Verbesserungsmöglichkeiten bestehen am häufigsten bei:

  • Fleisch und Fleischprodukten (zu häufig im Speisenangebot):
    80% der ausgewerteten Speisepläne bieten häufiger Gerichte mit Fleisch und Fleischprodukten an, als im Qualitätsstandard mit max. achtmal Fleisch in 20 Verpflegungstagen gefordert.
  • Gemüse und Salat (zu selten im Speisenangebot):
    Zu vergleichbaren Ergebnissen wie bei den Fleisch und Fleischprodukten kommt auch die Auswertung von Gemüse und Salat. 20% erfüllen die Vorgaben des Qualitätsstandards nach einem täglichen Gemüseangebot. Gemüse in Form von Rohkost oder Salat wird in 65 der ausgewerteten Pläne mindestens 8-mal in 20 Verpflegungstagen angeboten.
     
  • Vollkornprodukten (zu selten im Speisenangebot):
    Vollkornprodukte finden kaum Anwendung in der Mittagsverpflegung. In 10% der vorliegenden Speisepläne wird mindestens 4-mal ein Vollkornprodukt in 20 Verpflegungstagen angeboten.

Im Rahmen einer Nachbefragung wurden 34 Schulen (14 Grundschulen, vier Gemeinschaftsschulen, vier Gymnasien und vier Grund- und Gemeinschaftsschulen sowie sechs Förderzentren und eine Regionalschule) telefonisch interviewt.

Das Feedback zu den zugesandten Speiseplananalysen, Checklisten und Verbesserungsvorschlägen war durchweg positiv. Die Befragten im Verpflegungsmanagement an den Schulen (Schulleiter, Ganztagskoordinatoren und Küchenkräfte) sahen sich in ihren Annahmen zur Qualität des angebotenen Essens bestätigt.

Die Speiseplananalyse, die Verbesserungsvorschläge und die Checkliste waren nach Aussagen der Befragten sehr hilfreich und informativ und trugen dazu bei, dass damit die eigene Arbeit/ das eigene Verpflegungsangebot wertgeschätz und die unterbreiteten Vorschläge umgesetzt wurden.

Die Inhalte der Speisplananalyse wurden von 67% der Befragten als hilfreich empfunden und die dazugehörigen Erläuterungen waren für 80'% informativ. Für rund 2/3 waren die Vorschläge so konkret, dass sie direkt umgesetzt wurden. In elf Schulen soll mehr Gemüse/ Rohkost und Obst angeboten werden. In einigen Schulen werden zukünftig weniger Fleischgerichte angeboten und in anderen Schulen sind sie Anlass zu Verbesserungen in einzelnen Punkten z.B.: Vollkornprodukte und Bezeichnung der Tierart.

Eine Schule arbeitet bereits auf der Basis des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung.

Die Ergebnisse der Speiseplananalyse wurden, in den Fällen einer Fremdbewirtschaftung, an die zuständigen Caterer (an 18 Schulen) weitergeleitet und/oder flossen bei Gesprächen mit diesem ein. Eine Umsetzung der Verbesserungsvorschläge gestaltet sich hier mitunter schwierig und es bedarf, so die Befragten, eines ständigen Austausches zu den Wünschen und Bedürfnissen miteinander.

Nach Aussage einiger Interviewteilnehmer machen die geschmacklichen Vorlieben und eine von den allgemeinen Vorstellungen abweichende Esskultur der Schülerinnen und Schüler die Umsetzung eines gesundheitsförderlichen Mittagessens schwierig.

In einigen Schulen gelingt, den Aussagen der Befragten zufolge, eine gesundheitsfördernde und dennoch akzeptierte Schulverpflegung dann, wenn sie Teil des pädagogischen Konzeptes ist.

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