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Ergebnisse der Befragung von Schulen 2013

222 Verantwortliche haben im August 2013 zur Verpflegung in ihrer Schule Stellung genommen, das entspricht einer Rücklaufquote von 24 %. Vertreten waren alle Schularten. Gymnasien und Gemeinschaftsschulen haben in Relation zur Anzahl dieser Schulen in Schleswig-Holstein mit 46 bzw. 31 % am häufigsten geantwortet.

Seit der letzten Befragung im Jahr 2008 hat sich die Verpflegungssituation in Schleswig-Holsteins Schulen sehr gewandelt. Allein durch die Etablierung des offenen Ganztags wird heute in einem deutlich größeren Umfang eine Verpflegung angeboten.

Warmanlieferung oder Speisenproduktion in der Schule

Es dominiert heute die Lieferung warmgehaltener Speisen in die Schule mit 53 %, die vor Ort in der Schule nur noch ausgegeben werden. Ein Drittel der Schulen verfügt über eine eigene Speisenproduktion in der Schule. 14 % der Schulen werden mit gekühlten Speisen beliefert, die vor Ort regeneriert werden. Die Warmanlieferung fertig gestellter Speisen betrifft insbesondere die Grundschulen. 70 % der Grundschulen erhalten warm gehaltenes Mittagessen.

Die in Zusammenhang mit der Qualität warmgehaltener Speisen interessante Frage nach der Warmhaltezeit dieser Speisen zeigt, dass in einigen wenigen Schulen (6%) die Speisen über drei Stunden warmgehalten werden, bis sie verzehrt werden. Allerdings können viele Schulen diese Frage nicht beantworten. In der Mehrzahl der Schulen wird mit einer zufriedenstellenden Warmhaltezeit bis zu 60 Minuten gearbeitet.

Häufigkeit eines Mittagessensangebots und Räumlichkeiten

Insbesondere die Grundschulen machen nahezu jeden Tag in der Woche ein Mittagessensangebot, während in anderen Schulen bevorzugt montags bis donnerstags und manchmal nur noch zwei- oder dreimal die Woche ein Mittagessen angeboten wird.

30 Schulen, zumeist Grundschulen haben nach eigenem Bekunden weder eine Cafeteria noch eine Mensa in den Räumen der Schule, um die Schülerinnen und Schüler während des Schulalltags mit Speisen und Getränken zu versorgen. Davon sind 10 Schulen offene Ganztagsschulen.

Auswertung von Speiseplänen

50 Speisepläne wurden nach den Kriterien des DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung überprüft. Das Angebot entspricht den Ergebnissen zufolge nicht in allen Punkten dem DGE-Qualitätsstandard:

Verbesserungsmöglichkeiten bestehen am häufigsten bei

-         Fleisch und Fleischprodukten (zu häufig im Speisenangebot)

-         Gemüse und Salat (zu selten im Speisenangebot)

-         Vollkornprodukten (zu selten im Speisenangebot)

 

Mitwirkung  von Schüler/-innen und ehrenamtlich Tätigen

Schülerinnen und Schüler oder ehrenamtlich Tätige wirken in über 50 % der Regional-, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien bei der Verpflegung mit.

 

Das Thema Verpflegung und dessen Bedeutung in der Schule

Ein Drittel der Befragten sieht Verbesserungsmöglichkeiten bei der Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler an der Verpflegung. Ein Viertel ist mit Aspekten, wie der Gestaltung der Mittagszeit, der Rhythmisierung und auch der Verknüpfung mit Unterrichtsinhalten noch nicht zufrieden. Dies gilt ebenfalls für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Verpflegung. Nahezu ein Drittel der Befragten zeigt sich hier unzufrieden.

Aktuell widmet sich über die Hälfte der Schulen dem pädagogischen Konzept bzw. dem Schulprogramm unter Einbezug der Verpflegung. Knapp die Hälfte beschäftigt sich mit der Akzeptanz bei Schülern, Lehr- und Betreuungskräften, den Kosten und der Qualität der Verpflegung sowie der Gestaltung und Ausstattung der Mensa und Küche.

 

Ergebnisse im Überblick

Die Ergebnisse der Befragung belegen, wie vielfältig und schulspezifisch die Verpflegung in Schleswig-Holsteins Schulen organisiert ist. Schulverpflegung ist den Befragten zufolge ein wichtiges Thema in den Schulen.

Vergleicht man die Daten zur Organisation und Qualität der Verpflegung mit dem Anforderungsprofil nach dem DGE-Qualitätsstandard, zeigt sich Handlungsbedarf. Die Verantwortlichen in den Schulen kümmern sich aktuell bevorzugt um die Einbindung des Verpflegungangebotes in das pädagogische Konzept und das Schulprogramm. Dies veranschaulicht die derzeitigen Bestrebungen, Verpflegung im Schulalltag zu verankern. Hier unterstützt die Vernetzungsstelle bedarfsorientiert mit Informations- und Beratungsangeboten sowie über den Erfahrungsaustausch.

Haben Sie Fragen zur Auswertung? Wenden Sie sich gerne an die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Schleswig-Holstein.

 

 

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